SG Hadern St. Peter

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Der Verein stellt sich vor

Anno 1897, am 27. Oktober, wurde im Rieder’schen Gasthaus unter der Federführung alteingesessener Haderner Bürger, wie z.B. Josef und Michael Filser, Maximilian Weinberger, Josef Neumayr, Anton Stürzer und Martin Bräg (Jäger in Holzapfelkreuth), die Zimmer-Stutzen-Schützengesellschaft Groß-Kleinhadern gegründet.

Der Schriftführer Josef Wildganz (Schullehrer in Hadern) hat in seinen Protokollen festgehalten, dass an jedem Gesellschaftsmittwoch ein reger Schießbetrieb stattfand und neben dem Preis-Bartl’n und Stroh-Schießen so manche Scheibe ausgeschossen wurde.

Im September 1924 wurde das Gründungsmitglied, der damalige Bürgermeister von Hadern, Josef Neumayr für seine besonderen Verdienste um das Schützenwesen mit der Prinz-Alfons-Medaille und mit einer Urkunde von Prinz Alfons von Bayern ausgezeichnet.

Die Eingemeindung Haderns 1938 nach München war im Dritten Reich trotz aller gegenteiliger Bestrebungen nicht mehr abzuwenden. Vor und nach dem 2. Weltkrieg, insbesondere in der Besatzungszeit durch die „Amis“, wurde es ruhiger um die Haderner Schützen und um die Brauchtumspflege. Was übrig blieb, waren die Salutschüsse des ehemaligen Schuloffizianten Felix Prosch-berger, der während der Prozession und bei der Rückkehr zur Kirche, bei Beerdigungen und anderen feierlichen Anlässen mit seiner Kanone salutierte und für Umsatz bei den Glasermeistern sorgte.

Am Peter- und Paulstag war in Hadern der Kleine „Kirta“. Der Patroziniumstag wurde in Hadern mit einer Prozession gefeiert. Beim Taganläuten wurden die Feierlichkeiten mit Böllerschüssen eingeleitet. Mittags versammelten sich die Verwandten zum Mittagsmahl und es gab zum Kaffee die guten Kirtanudeln.In den Kriegswirren und nach dem Krieg ist vieles Gute in Vergessenheit geraten und es hat sehr lange gedauert, bis sich wieder jemand
an die alten Bräuche erinnerte.
Am 11.5.1983 regte Herr Stadtrat Theo Schwetzler die Gründung einer Schützengesellschaft in Hadern an, um an alte Traditionen und altes örtliches Brauchtum anzuknüpfen. In der „Wachau“ trafen sich 28 teils namhafte Gründungsmitglieder zu ihrer ersten Versammlung, unter der fachlichen Beratung des 1. Bezirksschützenmeisters Rudolf Schindler. Es wurde das erste Schützenmeisteramt unter dem Vorsitz von Roland Kreuzer gewählt, der sich der schwierigen Aufgabe mit großer Begeisterung widmete.

Die Schützengesellschaft Hadern St.Peter wurde in das Vereinsregister als Nachfolgerin der früheren Zimmer-Stutzen-Schützengesellschaft Groß-Kleinhadern eingetragen.Der sportliche Aufbau des Vereins war Gebot der ersten Stunde, aber auch die Geselligkeit durfte nicht vergessen werden. Die ersten drei Übungsabende fanden noch in Laim in der Gaststätte Huiras statt. Am 20.9.1983 wurde die offizielle Eröffnung und Übergabe der Schießanlage Am Hedernfeld vom damaligen 2.Bürgermeister des Landeshauptstadt München, Herrn Dr.Winfried Zehetmeier, Herrn Stadtrat Theo Schwetzler, Herrn 1. Bezirksschützenmeister Rudolf Schindler und Herrn Bezirksrat Josef Kirchmeier, ehemaliger 1. Schützenmeister der SG 12 Apostel, vorgenommen.
Unsere Schützenbrüder und Schützenschwestern beteiligten sich von Anfang an mit Ehrgeiz am Schießsport. Zahlreiche Preise bei den Preis- und Leistungsschießen, sowohl innerhalb der Sektion Westend, beim Oktoberfestlandesschießen, als auch bei anderen Vereinen in Oberbayern wurden gewonnen.
Am 11.5.1984 feierten wir unsere Jahresfeier mit einem Gottesdienst im St.Peter-Kircherl, wozu uns Herr Pfarrer Greck recht herzlich eingeladen hatte.
Am 15.4.1985 wurde die Böllerschützenabteilung der Haderner St.Peter-Schützen gegründet. Das 1.Böllerschießen fand am 6.6.1985 an Fronleichnam statt. Hubert Nairz, Franz Groß und Roland Kreuzer waren unsere ersten Böllerschützen.
Das 2.Böllerschießen war anlässlich des Gautrachtenfestes und 50. Gründungsfestes des Heimat- und Volkstrachtenvereins Waldfrieden in Großhadern.

Am 1.9.1985 trafen sich zu einem Übungsschießen bereits 8 Böllerschützen. Probleme gab es nur mit der Aufbewahrung des Schießpulvers. So mussten 50g des Pulvers von den Feldmochingern gelagert werden, da wir noch keine Erlaubnis dafür hatten.
Dies gehört nun schon lange der Vergangenheit an, denn mit Bescheid der Regierung von Oberbayern vom 27.7.1992 wurde uns die Dauerböllergenehmigung erteilt. 1992 wurden unsere Böllerschützen zum ersten Mal zum Wiesn-Anstich geladen und schossen auf der Treppe zur Bavaria das Oktoberfest an. Nachdem am 13.6.1991 die Damen beschlossen, sich neue Dirndl-Kleider schneidern zu lassen, konnten wir beim Oktoberfestumzug 1991/92 mitgehen.
Am 26.1.1989 übernahm Sepp Hohenleitner die Vereinsführung, wurde 1997 zum Bezirksböllerreferenten berufen und leitete die SG Hadern St. Peter bis zum Frühjahr 2004. Nach 15jähriger Tätigkeit legte er sein Amt als Schützenmeister nieder, steht dem Verein jedoch als Ehrenschützenmeister und Bezirksböllerreferent mit Rat und Tat zur Seite.

In der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 1999 wurde auf Initiative von Sepp Hohenleitner beschlossen, eine Großkaliber-/Kleinkaliber-Unterabteilung zu gründen. Sie wird geleitet von Heiner Lindermeir zusammen mit Norbert Schußmann als Kassier.
Franz Groß stellte sich ab März 2004 für das Amt des 1.Schützenmeisters trotz vieler geschäftlicher Verpflichtungen zur Verfügung.
Als Kommandant leitet er die Böllergruppe seit 1985.

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